Was ist die BIAP?

Die >Braunschweiger Initiative für eine andere Politik<  ist im Zusammenhang mit der „Erfurter Erklärung” (1997) und der Gründung des Aktionsbündnisses „Aufstehen für eine andere Politik“ entstanden. Sie wendet sich gegen den herrschenden Neoliberalismus und unterstützt Ansätze und Projekte einer linken Politik. Die Braunschweiger Gruppe ist offen für alle Interessierten, die gemeinsam politische Veranstaltungen und Bildungsarbeit organisieren und einen Beitrag zu einer sozialen Bewegung zur Unterstützung einer politischen Alternative in Deutschland leisten wollen.


Interesse an der Mitarbeit?
Termine und Themen

14. Braunschweiger Gramsci Tage 2020

Zurück zur „Normalität“ oder Transformation in eine sozial-ökologische Gesellschaft?
Erkenntnisse aus der „Corona-Krise“ über den Zustand der kapitalistischen Gesellschaft und politische Perspektiven


5.11.2020      Sozial-ökologische Transformation statt Green New Deal – Mobilitätswende ohne die Rezepte von gestern
mit Manuela Kropp (RLS Brüssel), Oliver Holzhauer (IGM, VK-Leitung VW Braunschweig), Orhan Sat (ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen), Fridays for Future Braunschweig und Extinction Rebellion Braunschweig
…mehr     (Einladung als PDF-Datei)

18.11.2020    Gesundheit für alle oder Profite für wenige?
Folgerungen aus der Corona-Krise für das Gesundheitssystem
mit Dr. Nadja Rakowitz (Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte) und Antje Pohle (Sprecherin der Vertrauensleute von ver.di im Klinikum Braunschweig)
…mehr    (Einladung als PDF-Datei)

9.12.2020      Die soziale Schieflage in den Corona-Programmen – Wer trägt die Lasten, wer profitiert?
und Abschlussveranstaltung
Näheres folgt

Zeit: jeweils 18-20 Uhr (9.12.20: 18-21 Uhr)
Ort: Gewerkschaftshaus Braunschweig, Wilhelmstraße 5, 38100 Braunschweig


Die erste Pandemie des 21. Jahrhunderts hat der bereits seit Jahrzehnten im Krisenmodus agierenden globalisierten und deregulierten Weltökonomie einen scheinbar externen Schock versetzt. Finanzmittel in ungekannter Höhe werden mobilisiert, um die Folgen des zwangsweisen Stillstands zu mildern, die Potentiale für einen neuen Aufschwung zu sichern und das Rad mit Konzepten einer kapitalistisch motivierten Konversion wieder anzuwerfen. Die Situation wird genutzt, um Strategien wie den „Green New Deal“ der EU und die nächste Stufe der Digitalisierung umzusetzen. Strukturell soll alles beim Alten bleiben.

Damit aber ändert sich lediglich die Basis der kapitalistischen Wertschöpfung, die systemimmanenten Tendenzen der Ausbeutung von Mensch und Natur bleiben bestehen.

Die Strategie der Unterstützungsmaßnahmen zeigt eine Schieflage. Die seit der neoliberalen Wende wachsende sozioökonomische Ungleichheit verstärkt sich weiter. Wer sind die Profiteure dieser Restitution, wer sind die Verlierer, wer trägt die Lasten der Generierung dieser enormen Finanzmittel? Insbesondere im Gesundheitssystem hat die Pandemie gezeigt, wie prekarisierend die überall verbreitete Profitausrichtung für die gesellschaftliche Grundversorgung wirkt.

Die „Corona-Krise“ hat die Krise der globalisierten und deregulierten Weltökonomie drastisch vor Augen geführt. Sie hat breite gesellschaftliche Gruppen in eine existenzbedrohende Situation gebracht. Die zwangsgebremste Ökonomie hat unfreiwillig aber auch einen kurzen Ausblick auf unerschlossene Potentiale für Mensch und Natur eröffnet.

Frank Deppe: „Die Linke war immer gut beraten, wenn sie am Knotenpunkten der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung an die Öffentlichkeit getreten ist mit der Aufforderung zu einer möglichst breiten Debatte: über Zeitdiagnosen, Aufgabenstellungen, Perspektiven. Ein solcher Knotenpunkt ist gegenwärtig erreicht. Von ‚Transformation‘ ist die Rede. Ob es sich dabei um eine sozial-ökologische Transformation des Kapitalismus oder über diesen hinaus handelt (und wo dabei die Grenzen liegen), ist offen. Ich plädiere für eine erneuerte Sozialismus-Debatte – gerade auch in der gewerkschaftlichen Linken.“

In den Vorträgen und Diskussionen geht es um kritische Gegenwartsanalysen und Perspektiven für eine linke politische Strategie.

Die 14. Braunschweiger Gramsci-Tage tragen der besonderen Situation im Jahr 2020 nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptionell Rechnung. Die Hygieneerfordernisse lassen eine Veranstaltung im gewohnten Format nicht zu. Es finden daher kürzere Einzelveranstaltungen zu thematischen Schwerpunkten mit Präsenz vor Ort und interaktiver Übertragung in das Internet statt. Die Anzahl der Teilnehmer*innen in den Präsenzveranstaltungen ist reduziert.

Drei Veranstaltungen widmen sich folgenden Themen:

5.11.2020      Sozial-ökologische Transformation statt Green New Deal
– Mobilitätswende ohne die Rezepte von gestern
mit Manuela Kropp (RLS Brüssel), Oliver Holzhauer (IGM, VK-Leitung VW Braunschweig), Orhan Sat (ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen), Fridays for Future Braunschweig und Extinction Rebellion Braunschweig …mehr

18.11.2020    Gesundheit für alle oder Profite für wenige?
Folgerungen aus der Corona-Krise für das Gesundheitssystem
mit Dr. Nadja Rakowitz (Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte) und Antje Pohle (Sprecherin der Vertrauensleute von ver.di im Klinikum Braunschweig)  …mehr

9.12.2020      Die soziale Schieflage in den Corona-Programmen – Wer trägt die Lasten, wer profitiert?
und Abschlussveranstaltung
Näheres folgt

Zeit: jeweils 18-20 Uhr (9.12.20: 18-21 Uhr)

Ort: Gewerkschaftshaus Braunschweig, Wilhelmstraße 5, 38100 Braunschweig

Flyer zu den Veranstaltungen als PDF-Datei

Die Veranstaltungen werden simultan mit dem Programm Zoom als interaktive Videokonferenz übertragen. Für Online-Teilnehmende wird der Zugangslink nach der Anmeldung übersandt.

Um die Gesundheit aller Teilnehmer*innen zu schützen, gehen wir umsichtig und verantwortlich miteinander um und beachten die jeweils gültigen Bestimmungen zum Schutz vor Corona und das für den Veranstaltungsort geltende Hygienekonzept.

Dazu gehören u.a.:

  • das Führen einer Teilnehmer*innen-Liste
  • das Tragen einer Mund- Nasenbedeckung außerhalb des Sitzplatzes

Menschen, die ungeklärte Grippe-Symptome zeigen oder in Kontakt mit Covid 19-Infizierten gekommen sind, bitten wir von einem Besuch der Veranstaltung abzusehen.

Aufgrund der Beschränkung der Anzahl der Teilnehmer*innen ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.

Anmeldungen
per eMail an gramsci-tage@biap-braunschweig.de

oder postalisch an
BIAP c/o Norbert Kueß
Roonstraße 17
38102 Braunschweig

Die Braunschweiger Gramsci Tage finden seit 2007 jährlich statt. Sie verknüpfen aktuelle Debatten der gesellschaftlichen Linken mit der Vermittlung von theoriegeleiteten Fertigkeiten zur Analyse kapitalistischer Zusammenhänge. In der Tradition von Gramscis Philosophie der Praxis wollen sie einen Raum bieten, in dem sich die Aneignung von Wissen mit der Diskussion theoretischer und praktischer Probleme der Emanzipation von Herrschaft und Unterwerfung paart. Die 14. Braunschweiger Gramsci Tage erfolgen in Kooperation der Braunschweiger Initiative für eine andere Politik, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V., dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region SüdOstNiedersachsen u. der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – Bezirksverband Braunschweig