12. Braunschweiger Gramsci-Tage 2018

Am 26. und 27.10.2018 finden die 12. Braunschweiger Gramsci-Tage statt.

Sie stehen dieses Jahr unter dem Titel:

Die kurzen Sommer der Gegenmacht – Historische Alternativen zum Kapitalismus und warum sie so schwer durchzusetzen sind 

Zum Thema:
Bewegungen gegen die „konzentrierte gesellschaftliche Macht“ des Kapitals, von der Marx sprach, entstehen vor allem, wenn sich eingeschliffene Pfade kapitalistischer Entwicklung in Sackgassen befinden. Gramsci interpretierte die 1930er Jahre als eine historische Phase, in der der herrschende Block in Europa angesichts der fordistischen Umwälzung der Produktivkräfte „nicht mehr führend, sondern einzig herrschend“ ist, Inhaber „der reinen Zwangsgewalt“. Die „saturierte“ Herrschaft gesteht jedoch nicht ein, „dass sie überholt ist“. Aus diesem Grund – so Gramsci – bildet sich ein Terrain, „auf dem sich die antagonistischen Kräfte organisieren“, während die saturierte, „bornierte Clique […] danach trachtet, ihre schäbigen Privilegien zu verewigen, indem sie die Entstehung von Gegenkräften reguliert oder sogar erstickt“. 12. Braunschweiger Gramsci-Tage 2018 weiterlesen

„Gehört die Stadt noch den Bürgern?“

In Kooperation mit „Die Linke im Rat der Stadt Braunschweig“ und der „Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen“:

„Willkommen in Norddeutschlands Privatisierungshauptstadt – Gehört die Stadt noch den Bürgern?“
Diskussionsveranstaltung mit Robert Kösling, Sebastian Wertmüller und Udo Sommerfeld.
Moderation Andreas Klepp

Mittwoch, 16.05.2018, Gewerkschaftshaus, Wilhelmstr. 5, Braunschweig

Flyer mit mehr Informationen

11. Braunschweiger Gramsci Tage 2017

Revolutionen gegen das Kapital – 
150 Jahre Marx‘ Kapital, 100 Jahre russische Oktoberrevolution

Die 11. Braunschweiger Gramsci Tage nehmen das 150jährige Erscheinen von Marx‘ Kapital und den 100. Jahrestag der russischen Revolution zum Anlass, die komplexen Beziehungen von revolutionärer Theorie und Praxis unter sich dynamisch wandelnden Bedingungen unter die Lupe zu nehmen. Sie wollen kritische Reflektionen über die Kritik der Politischen Ökonomie und zur Bedeutung der russischen Revolution zusammenbringen.
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„Wer vom Kapitalismus nicht reden will,  sollte auch von Fluchtursachen schweigen“

Vortrag und Diskussion mit Daniela Dahn

Samstag, 13.05.2017, 11:00 Uhr
Veranstaltungshaus Neue Schule (Gewerkschaftshaus),
Wilhelmstraße 5, Braunschweig


60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Ein kleiner Prozentsatz davon macht sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. Sie kommen aus Syrien, Eritrea, dem Irak, vom Balkan. Sie kommen aus verwüsteten Ländern, aus armen Ländern, und viele werden bleiben. Aber warum flüchten Menschen überhaupt? Wohin sollten sie zurück? In welchem Kontext findet die aktuelle Debatte statt? Und was verschweigen uns die Leitmedien? Diese und weitere Fragen diskutieren wir gemeinsam mit der renommierten Journalistin und Schriftstellerin Daniela Dahn, die meint, dass das Gegenwärtige längst unhaltbar sei und daher gelte: „Solidarisches Gemeinwesen oder Barbarei“.

Der Vortrag ist Bestandteil der Mitgliederversammlung der Rosa-Luxemburg-Stiftung  Niedersachsen e.V.


Vortrag und Diskussion sind öffentlich


Eintritt frei

Daniela Dahn, geboren 1949 in Berlin, studierte in Leipzig Journalistik und arbeitete danach als Fernsehjournalistin. Seit 1981 ist sie freie Autorin. Die Trägerin des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik beschäftigt sich als Mitautorin des Buches „Und das ist erst der Anfang – Deutschland und die Flüchtlinge“ mit Ursachen und Hintergründen des Flüchtlingsproblems.

Die Commons-Bewegung

Neue Wege in ein selbstbestimmtes und gemeinsames Wirtschaften?

Donnerstag | 30.03.2017 | 19:00 Uhr
Haus der Kulturen | Am Nordbahnhof 1 | Braunschweig

Wir diskutieren mit:

Friederike Habermann (Historikerin und Volkswirtin)

Transition Town Braunschweig

Im kapitalistischen Wirtschaftssystem wird alles zur Ware degradiert. Menschen haben einen Marktwert und nahezu alle Bereiche werden den Verwertungsinteressen des Kapitals und dem Geld untergeordnet.
Viele Menschen wollen und können diesen Weg nicht mehr gehen, der weltweit zu schrankenloser Ausbeutung, Umweltzerstörung und Kriegen führt. Der Widerstand wächst und so gibt es heute viele Initiativen, welche solidarische und
alternative Wirtschaftsmodelle zum Bestehenden aufzubauen versuchen. In dieser Veranstaltung sollen solche Ansätze beispielhaft an dem Konzept der Commons aufgezeigt werden. Commons steht dabei für ein auf Gleichberechtigung und Selbstorganisation basierendes Gemeingut. Perspektiven im Hinblick auf die Überwindung des kapitalistischen Wirtschaftens sollen gemeinsam mit den ReferentInnen diskutiert werden. Wir möchten dabei auch aufzeigen, in welchen Bereichen derartige Ansätze in Braunschweig schon umgesetzt werden.

Einladung als PDF-Datei

Eine Veranstaltung gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

Ausgeträumt? Demokratie & Internet

Vortrag und Diskussion mit Kerem Schamberger
Freitag, 10. März 2017, 19 Uhr,
Brunsviga, Studiosaal, Karlstraße, Braunschweig

Die massenhafte Verbreitung des Internets ab Ende der 90er/Anfang der 2000er Jahre war für viele ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Meinungsmonopol der Massenmedien. Endlich konnte jeder Mensch gehört werden, seine Meinung äußern und diskutieren ohne den traditionellen Beschränkungen der Medien zu unterliegen. Doch stellt das Internet mittlerweile überhaupt noch eine Sphäre der Demokratie dar? Oder wird es durch große (Internet-)Konzerne dominiert? Wie sieht es mit der demokratischen Informierung und Willensbildung im Netz aus?
Der Referent geht insbesondere auf die Monopolbildung im Internet durch Konzerne wie Google, Facebook und Co. ein. Außerdem betrachtet er den Mythos vom „Mitmachweb“ durch Social Media. Doch auch die partizipativen Potenziale des Internets werden vorgestellt und einige Eckpunkte für eine mögliche demokratische Entwicklung des Internets diskutiert.
Kerem Schamberger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians- Universität, München. Außerdem arbeitet er beim Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung mit und ist Mitglied der marxistischen linken.
isw-report 105 zum Thema:
https://isw-muenchen.de/produkt/report-105.

Eintritt frei
Es laden ein:
DKP Braunschweig, BIAP – Braunschweiger Initiative für eine andere Politik

Flyer zur Veranstaltung als PDF-Datei

Spendenaufruf

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker!
Matin Baraki sendet einen Hilferuf zur Unterstützung von Hilfsprojekten in Afghanistan.

„80 Prozent der Bevölkerung Afghanistans leben am bzw. unter dem Existenzminimum. Jedes Jahr drängen eine Million junger Leute auf den Arbeitsmarkt“, so ist auf den Webseiten von GIZ und Bundesregierung zu lesen. Durch den seit 16 Jahren andauernden Krieg am Hindukusch sind bis Ende 2015 mehr als 220.000 Menschen getötet worden. Unter den Hinterbliebenen sind zahlreiche Witwen und Waisenkinder. Matin Baraki unterstützt durch geförderte Projekte vor Ort insbesondere Schülerinnen und Witwen aus dem Kreis seiner Angehörigen. Von den Spendengeldern werden Schulkosten und Lebensunterhalt, sowie Medikamente und Kleidung finanziert. In dem ökonomisch ruinierten Land besteht kaum eine Möglichkeit, aus eigener Kraft den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Dr. Matin Baraki, Philips Universität Marburg, war am 11. Februar 2016 in Braunschweig zu Gast und sprach zu dem Thema: „Die ‚neue Weltordnung‘ und die Flüchtlingskatastrophe“ (http://biap-braunschweig.de/dokumentation-veranstaltung- m-baraki/)

Spendenkonto:
Fördergemeinschaft Friedensarbeit Marburg e. V.
Stichwort: Afghanistan-Hilfe
Sparkasse Marburg-Biedenkopf
IBAN: DE98 533 500 00 101 60 66 997
BIC: HELADEF1MAR
Spenden sind steuerlich absetzbar.

Brief M. Baraki als PDF-Datei