27. und 28.10.2017, 11. Braunschweiger Gramsci-Tage(Flyer)

Revolutionen gegen das Kapital – 
150 Jahre Marx‘ Kapital, 100 Jahre russische Oktoberrevolution

Die 11. Braunschweiger Gramsci Tage nehmen das 150jährige Erscheinen von MarxKapital und den 100. Jahrestag der russischen Revolution zum Anlass, die komplexen Beziehungen von revolutionärer Theorie und Praxis unter sich dynamisch wandelnden Bedingungen unter die Lupe zu nehmen. Sie wollen kritische Reflektionen über die Kritik der Politischen Ökonomie und zur Bedeutung der russischen Revolution zusammenbringen.

Bilder von der Veranstaltung

Zum Programm

  • Freitag, den 27.10.2017, ab 16 Uhr:
    Vortrag und Kulturbeitrag
  • Samstag, den 28.10.2017, ab 9:30 – 17 Uhr:
    Vorträge, Streitgespräche, Kultur, Workshops, Diskussionen

Vorträge, Workshops, Diskussionen u.a. mit:
Prof. Dr. Frank Deppe (Universität Marburg),
Christoph Lieber (Redaktion Sozialismus), 
Dr. Bernd Röttger (Redaktion Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus), 
Dr. habil. Sabine Kebir (Autorin und Publizistin),
Paul Wellsow (Mitarbeiter für Grundsatzfragen der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag), Orhan Sat (ver.di Süd-Ost-Niedersachsen), Norbert Kueß (BIAP), Jürgen Reuter (GEW Bezirksverband Braunschweig), , Marvin Hopp (Jugend gegen G20), Mark Seeger (IGM Vertrauenskörperleitung VW BS), Andreas Klepp (BIAP, RLS Niedersachsen e.V.)

Kulturprogramm
Lenin, Majakowski und ich – 100 Jahre Oktober

Erich Schaffner (Schauspieler u. Rezitator), am Klavier begleitet von Georg Klemp

Ort
Kultur- und Kommunikationszentrum Brunsviga, Braunschweig, Karlstraße 35

Veranstalter: Braunschweiger Initiative für eine andere Politik (BIAP) in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, Region SüdOstNiedersachsen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Bezirksverband Braunschweig, und der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.

Anmeldung erbeten:
gramsci-tage@biap-braunschweig.de
oder:
BIAP c/o Norbert Kueß, Roonstraße 17, 38102 Braunschweig

Tagungsbeitrag 10 Euro / ermäßigt 5 Euro

Ausführliches Progamm
Bemerkungen zum Thema

Flyer der Veranstaltung, Plakat


Das Universum-Filmtheater in Braunschweig startet am 1. Oktober 2017 eine Filmreihe, auf die wir gern aufmerksam machen möchten.
100 Jahre Oktoberrevolution
Zu sehen sind bis zum 26. November 2017 vier Filme zum Thema:  
Oktober (1928) und Streik (1925) von Sergej Eisenstein, Der wahre Oktober (2017) von Katrin Rothe und Ein Sechstel der Erde (1926) von Dziga Wertow.
Näheres im Programm des Universum-Filmtheaters:
http://www.universum-filmtheater.de/filmreihe-100-jahre-oktoberrevolution/


Eine traurige Nachricht:
Am Montag den 12.06.2017 ist Theodor Bergmann im Alter von 101 Jahren in Stuttgart gestorben.
Er war auch für uns nicht nur mehrfach Referent und zuletzt vor einem Jahr im UNIVERSUM als Zeitzeuge beim Dokumentarfilm über sein Leben, sondern auch persönlich der BIAP sehr verbunden. Die Thesen zur Entwicklung in China, die wir noch vor kurzem diskutiert haben, stammten aus seinem dieses Jahr erst erschienenen Buch, das er uns persönlich zugeschickt hatte.
Wir haben nicht nur einen unglaublich erfahrenen, klugen und streibaren Zeitzeugen der internationalen Arbeiterbewegung, sondern auch einen stets freundlichen und persönlich zugewandten Mitstreiter verloren.
Anbei ein Vorabdruck eines Nachrufs aus der nächsten Ausgabe der Zeitschrift SOZIALISMUS


„Wer vom Kapitalismus nicht reden will,
sollte auch von Fluchtursachen schweigen“

Vortrag und Diskussion mit Daniela Dahn

Veranstaltungshaus Neue Schule (Gewerkschaftshaus),
Wilhelmstraße 5, Braunschweig


60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Ein kleiner Prozentsatz davon macht sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. Sie kommen aus Syrien, Eritrea, dem Irak, vom Balkan. Sie kommen aus verwüsteten Ländern, aus armen Ländern, und viele werden bleiben. Aber warum flüchten Menschen überhaupt? Wohin sollten sie zurück? In welchem Kontext findet die aktuelle Debatte statt? Und was verschweigen uns die Leitmedien? Diese und weitere Fragen diskutieren wir gemeinsam mit der renommierten Journalistin und Schriftstellerin Daniela Dahn, die meint, dass das Gegenwärtige längst unhaltbar sei und daher gelte: „Solidarisches Gemeinwesen oder Barbarei“.

Der Vortrag ist Bestandteil der Mitgliederversammlung der Rosa-Luxemburg-Stiftung  Niedersachsen e.V.


Vortrag und Diskussion sind öffentlich


Eintritt frei

Daniela Dahn, geboren 1949 in Berlin, studierte in Leipzig Journalistik und arbeitete danach als Fernsehjournalistin. Seit 1981 ist sie freie Autorin. Die Trägerin des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik beschäftigt sich als Mitautorin des Buches „Und das ist erst der Anfang – Deutschland und die Flüchtlinge“ mit Ursachen und Hintergründen des Flüchtlingsproblems.

 


Die Commons-Bewegung

Neue Wege in ein selbstbestimmtes und gemeinsames Wirtschaften?

Donnerstag | 30.03.2017 | 19:00 Uhr
Haus der Kulturen | Am Nordbahnhof 1 | Braunschweig

Wir diskutieren mit:

Friederike Habermann (Historikerin und Volkswirtin)

Transition Town Braunschweig

Im kapitalistischen Wirtschaftssystem wird alles zur Ware degradiert. Menschen haben einen Marktwert und nahezu alle Bereiche werden den Verwertungsinteressen des Kapitals und dem Geld untergeordnet.
Viele Menschen wollen und können diesen Weg nicht mehr gehen, der weltweit zu schrankenloser Ausbeutung, Umweltzerstörung und Kriegen führt. Der Widerstand wächst und so gibt es heute viele Initiativen, welche solidarische und
alternative Wirtschaftsmodelle zum Bestehenden aufzubauen versuchen. In dieser Veranstaltung sollen solche Ansätze beispielhaft an dem Konzept der Commons aufgezeigt werden. Commons steht dabei für ein auf Gleichberechtigung und Selbstorganisation basierendes Gemeingut. Perspektiven im Hinblick auf die Überwindung des kapitalistischen Wirtschaftens sollen gemeinsam mit den ReferentInnen diskutiert werden. Wir möchten dabei auch aufzeigen, in welchen Bereichen derartige Ansätze in Braunschweig schon umgesetzt werden.

Einladung als PDF-Datei

Eine Veranstaltung gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

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Vortrag und Diskussion mit
Kerem Schamberger
„Ausgeträumt? Demokratie & Internet“
Freitag, 10. März 2017, 19 Uhr,
Brunsviga, Studiosaal, Karlstraße, Braunschweig

Die massenhafte Verbreitung des Internets ab Ende der 90er/Anfang der 2000er Jahre war für viele ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Meinungsmonopol der Massenmedien. Endlich konnte jeder Mensch gehört werden, seine Meinung äußern und diskutieren ohne den traditionellen Beschränkungen der Medien zu unterliegen. Doch stellt das Internet mittlerweile überhaupt noch eine Sphäre der Demokratie dar? Oder wird es durch große (Internet-)Konzerne dominiert? Wie sieht es mit der demokratischen Informierung und Willensbildung im Netz aus?
Der Referent geht insbesondere auf die Monopolbildung im Internet durch Konzerne wie Google, Facebook und Co. ein. Außerdem betrachtet er den Mythos vom „Mitmachweb“ durch Social Media. Doch auch die partizipativen Potenziale des Internets werden vorgestellt und einige Eckpunkte für eine mögliche demokratische Entwicklung des Internets diskutiert.
Kerem Schamberger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians- Universität, München. Außerdem arbeitet er beim Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung mit und ist Mitglied der marxistischen linken.
isw-report 105 zum Thema:

https://isw-muenchen.de/produkt/report-105.

Eintritt frei
Es laden ein:
DKP Braunschweig, BIAP – Braunschweiger Initiative für eine andere Politik

Flyer zur Veranstaltung als PDF-Datei

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Spendenaufruf

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker!
Matin Baraki sendet einen Hilferuf zur Unterstützung von Hilfsprojekten in Afghanistan.

„80 Prozent der Bevölkerung Afghanistans leben am bzw. unter dem Existenzminimum. Jedes Jahr drängen eine Million junger Leute auf den Arbeitsmarkt“, so ist auf den Webseiten von GIZ und Bundesregierung zu lesen. Durch den seit 16 Jahren andauernden Krieg am Hindukusch sind bis Ende 2015 mehr als 220.000 Menschen getötet worden. Unter den Hinterbliebenen sind zahlreiche Witwen und Waisenkinder. Matin Baraki unterstützt durch geförderte Projekte vor Ort insbesondere Schülerinnen und Witwen aus dem Kreis seiner Angehörigen. Von den Spendengeldern werden Schulkosten und Lebensunterhalt, sowie Medikamente und Kleidung finanziert. In dem ökonomisch ruinierten Land besteht kaum eine Möglichkeit, aus eigener Kraft den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Dr. Matin Baraki, Philips Universität Marburg, war am 11. Februar 2016 in Braunschweig zu Gast und sprach zu dem Thema: „Die ‚neue Weltordnung‘ und die Flüchtlingskatastrophe“ (http://biap-braunschweig.de/dokumentation-veranstaltung- m-baraki/)

Spendenkonto:
Fördergemeinschaft Friedensarbeit Marburg e. V.
Stichwort: Afghanistan-Hilfe
Sparkasse Marburg-Biedenkopf
IBAN: DE98 533 500 00 101 60 66 997
BIC: HELADEF1MAR
Spenden sind steuerlich absetzbar.

Brief M. Baraki als PDF-Datei

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10. Braunschweiger Gramsci Tage

Hegemonie und Alltagsverstand. Zur Aktualität von linkem und rechtem Populismus

4. und 5. November 2016

Vorträge, Diskussionen, Workshops, Literarisch-wissenschaftliche Montage und Jazz

Bilder von der Veranstaltung

Gewerkschaftshaus Braunschweig,
Wilhelmstraße 5, 38100 Braunschweig

„Dem Volk aufs Maul schauen ist etwas ganz anderes als dem Volk nach dem Mund reden.“ Bertolt Brecht

Populistische Strömungen haben Konjunktur. Einige sprechen von einer neuen „populistischen Situation“. Von links bis rechts wird die Krise gesellschaftlicher und politischer Repräsentation als Entstehung einer postdemokratischen oder patrimonialen Herrschaft gedeutet, die die Kluft zwischen Volk und Eliten vertieft. Gramsci scheint den Weg zu allen Formen populistischer Kritik und Strategie geebnet zu haben: Er sprach von einem „gesunden Kern“ des Alltagsverstands. Er zeigte, dass die untergeordneten Klassen ohne die Herausbildung eines „national-popularen Kollektivwillens“ nicht ins politische Leben treten können. Zugleich aber kritisierte er jede Anbiederung an die „primitiven“ Momente des Alltagsbewusstseins, da sie nur „langweilige und papageienhafte Phraseologie“ hervorbringt. Sie blockiert die Herausbildung einer „neuen Kultur“, die für die Befreiung der subalternen Klassen erforderlich ist.

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Flyer zum Herunterladen

Plakat

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